Das CJD - Die Chancengeber CJD Christophorusschule Frechen

Projektwoche „Chancen und Risiken der Smartphonenutzung“

09.05.2019 CJD Schule Frechen « zur Übersicht

Im Rahmen  der Projektwoche „Chancen und Risiken der Smartphonenutzung“,  vom 8. bis 12.4.2019, kam Julia Nolte, eine gut geschulte Teamleiterin an unser Berufskolleg, die die vielfältigen Fragen unserer SchülerInnen zur sexualisierten Gewalt im Netz beantworten konnte. Aufgrund des geringen Altersunterschiedes zwischen der Teamleiterin und den SchülerInnen fand der Workshop ganz auf Augenhöhe statt. Dieser war für drei Zeitstunden geplant - unsere SchülerInnen wären gerne länger geblieben. Der Workshop mit dem Titel „Verliebt im Netz“ wurde von der Beratungsstelle „Lobby für Mädchen“ durchgeführt. Julia Nolte wies schon im Vorfeld darauf hin, dass jedes Anliegen, Thema, Problem, das die Teilnehmerinnen einbringen würden, ernst genommen werde, denn: alles ist wichtig, jede Teilnehmerin sei wichtig. Cyber-Grooming, also die Anbahnung sexueller Kontakte von Erwachsenen im Internet mit Schülerinnen und Sexting, dem einvernehmlichen Versenden erotischer Bilder über das Internet seien beispielsweise Themen, die immer wieder neue und alte Fragen aufwerfen würden. Unsere Schülerinnen wurden durch zielgruppenspezifische Methoden sensibilisiert, mögliche Täterstrategien beim Chatten mit anonymen Chatpartnern zu erkennen. Die Teamleiterin zeigte dabei Handlungsoptionen auf, wie sich die Teilnehmerinnen im Netz gegen Übergriffe wehren und schützen können, die eigenen Grenzen gewahrt werden und wie sie sich bei Bedarf Unterstützung bei Erwachsenen im Umfeld, in der Schule oder in der Beratungsstelle „Lobby für Mädchen“ holen können. Es wurde ein selbstbestimmter und reflektierter Umgang mit dem Chatten im Internet vermittelt.   Frau Nolte hat die Arbeit mit unseren Schülerinnen nach eigener Aussage viel Freude gemacht, es seien so viele Fragen gestellt worden und gerade diese Neugierde empfand die Teamleiterin als sehr erfrischend. Ein Grund für die Offenheit unserer Schülerinnen lag sicher darin begründet, dass männlichen Schüler, Lehrkräfte und Sozialpädagogen nicht teilnehmen durften und die jungen Frauen sozusagen „unter sich“ blieben und somit auch gefühlsmäßig schwierige Themen ansprechen konnten.

Teamleiterin und SchülerInnen sprachen sich gegenseitig für eine Fortführung der Gespräche aus und dies ist auch leicht für andere Interessierte möglich: die Beratungsstelle „Lobby für Mädchen“ lässt sich sehr leicht im Internet finden.