Das CJD - Die Chancengeber CJD Christophorusschule Frechen

Titelverleihung ,,Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" an die CJD Christophorusschule Frechen

01.04.2016 CJD Schule Frechen « zur Übersicht

Die CJD Christophorusschule Frechen erhält den Titel ,,Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", so steht es geschrieben auf der Urkunde, unterschrieben von Leiterin Sanem Kleff und Geschäftsführer Eberhard Seidel von der „AktionCourage“.  Überreicht wurde die Urkunde in einer kleinen Feierstunde von Renate Bonow, Landeskoordinatorin NRW "Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage" für das Frechener Berufskolleg des CJD an Lehrer und Antirassismustrainer Martin Kröber und an Schülerin Milena Gülcergüz. „Die Verleihung des Titels ist aber nur ein Zwischenstopp, denn es muss kontinuierlich und dauerhaft gegen Rassismus und Diskriminierung auch in Zukunft vorgegangen werden“, erklärt Renate Bonow.

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage (SOR-SMC) ist ein Projekt von und für SchülerInnen, die gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, aktiv vorgehen und einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft leisten wollen. Dabei geht es besonders darum, Zivilcourage zu entwickeln und ein Schulklima zu schaffen, in dem „anders sein“ als Normalfall akzeptiert wird. „Minderheiten werden oft benutzt, um anderen einen reinzuwürgen. Ich wünsche uns, dass wir alle aufstehen gegen Rassismus und Diskriminierung“, so Renate Bonow.

„Die Vorbereitung für die Titelverleihung war sehr arbeitsintensiv und hat ein Jahr gedauert“, erklärt Lehrer Martin Kröber. In diesem Jahr haben die SchülerInnen 70% der Lehrer und Schüler für die Beteiligung am Projekt gewonnen und einen Paten gefunden, die Firma Ford in Köln.

In einer Projektwoche, die mit der Titelverleihung endete, haben Schüler ihre Mitschüler trainiert mit dem Ziel: Beleidigungen und Diskriminierung haben an der CJD Christophorusschule Frechen keinen Platz. Milena Gülcergüz, die sich besonders couragiert gezeigt hatte, erklärte: „Ich habe gelernt, jeden zu akzeptieren, denn Mensch ist Mensch“. „Aber das Training war auch ganz schön anstrengend“, fügt Milena hinzu.  Jeder Schüler und jede Schülerin erhielt ein Zertifikat von Schulleiter Gerd Kossow. In NRW wird das Projekt vom Schulministerium unterstützt. In ihrem Grußwort erinnert Schulministerin Sylvia Löhrmann an das Massaker vom 21.03.1960 in Sharpeville Südafrika, der Tag, der von den Vereinten Nationen als Gedenktag ausgerufen wurde. Im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus und Diskriminierung finden in Deutschland und Europa jedes Jahr  tausende von Veranstaltungen statt. „Wie  bedeutungsvoll ist es dann, wenn die Titelverleihung an die CJD Christophorusschule Frechen „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ genau in diesen Wochen stattfindet“, erklärt Sylvia Löhrmann. Sie beglückwünscht die CJD Schüler, bedankt sich bei ihnen  und besonders bei ihrem Lehrer und Antirassismustrainer Martin Kröber für ihren Einsatz und ermutigt sie auch weiterhin gegen jegliche Art von Diskriminierung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ anzugehen. Auch Frechens Bürgermeisterin Susanne Stupp sprach ihre Glückwünsche zur Titelverleihung aus. Sie zeigte sich sehr beeindruckt vom Einsatz der Schüler, vor allem da auch in der Stadt Frechen viele Flüchtlinge untergebracht seien.

Bernd Faber, Manager bei Ford Motor Company in Köln, Pate der Christophorusschule Frechen im Projekt, betonte, wie wichtig die Vielfalt, „Diversity“ für die innovative Produktentwicklung im Werk sei. Allein in Köln gebe es Mitarbeitende aus 50 verschiedenen Nationen. Wichtig für die Arbeit bei Ford sei die Einhaltung von sozialen Regeln und ein respektvoller Umgang miteinander. Daher unterstütze er die CJD Christophorusschule Frechen gerne, begleite sie auch in Zukunft und stelle Praktikumsplätze für die CJD Auszubildenden zur Verfügung.

Die CJD Christophorusschule Frechen ist das erste Berufskolleg als Förderschule von über 500 Netzwerkschulen in Nordrhein-Westfalen, das diesen Titel erhält.

Die Feier war eingebettet in zwei Aufführungen des Theaters Till, das in eindrucksvoller Weise fünf Schicksale darstellte, die Opfer von Gewalt oder Täter waren.