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26.05.2010 - Frechen
Eine Woche in Taizé
Elf Schüler und Schülerinnen der CJD Christophorusschule in Frechen
fuhren vom 2. bis 9. Mai 2010 in den kleinen Ort Taizé im französischen Burgund.
Keiner von Ihnen war bisher dort gewesen und so war die Anreise von einer
erwartungsvollen Neugier und Spannung geprägt.
In Taizé leben seit 1944 christliche Brüder miteinander und mit Gott. Diese Gemeinschaft von Brüdern wurde von Roger Schütz gegründet. Über die Jahre hinweg entwickelte sich Taizé zu einer Begegnungsstätte für Jugendliche aus aller Welt. In den Sommermonaten treffen sich hier für jeweils eine Woche bis zu Tausende zum gemeinsamen Nachdenken, Singen und Beten, zur Begegnung mit Gott und zu gemeinsamen Gesprächen.
In Taizé erlebt man eine Woche lang einen Alltag, der grundverschieden ist, von dem, den wir kennen. Die Struktur, die Ruhe und Stille und das sich-selbst-erleben lässt einen zu sich selbst kommen und regt an, seine Gedanken schweifen zu lassen. Was ist mir in meinem Leben wichtig? Was beschäftigt mich derzeit? Was möchte ich für meine Zukunft? All diese Fragen können in Taizé gestellt und im Austausch mit anderen neue Perspektiven entwickelt werden.
Die Atmosphäre in Taizé bestärkt, dass man sich öffnet und sich selbst von einer anderen Seite kennen lernt. Sich öffnen bedeutet, sich für sein eigenes Inneres sowie für die Gruppe zu öffnen. „Ich war überrascht, wie ich hier von allen einfach so angenommen wurde, wie ich bin“, so ein Jugendlicher. Jeder wird mit seinen Eigenheiten und Besonderheiten wertgeschätzt. Diese Erfahrung kann man in Taizé machen, da die gegenseitigen Akzeptanz und Toleranz hier sehr hoch ist.
„Taizé ist wie ein Zuhause“, so eine andere Jugendliche. Man fühlt sich einfach angenommen, akzeptiert und durch Struktur und wiederkehrenden Ritualen ein Stück weit sorgenfrei. Diese Erlebnisse wurden unter anderem dadurch ermöglicht, da die Gemeinschaft in unserer Gruppe sehr gut war, man sich gegenseitig gesehen und wertgeschätzt hat und so ein gegenseitiges Vertrauen entstehen konnte.
In der freien Zeit gab es die Möglichkeit, die Quelle, einen ruhigen
Ort zu besuchen, sich abends am Oyak, einem kleinen Kiosk zum Singen oder Reden
zu treffen oder sich nachmittags am Zelt gemütlich zu unterhalten.
Die Zeit in Taizé ist durch feste Abläufe vorstrukturiert. Dreimal am Tag findet ein gemeinsamer Gottesdienst statt. Hier sind es besonders die Gesänge, die im Vordergrund stehen. Die Wärme und Ruhe, die man aus diesen Gottesdiensten mitnehmen konnte, tat uns allen gut.
Darüber hinaus gibt es Gesprächsgruppen und die Mitarbeit bei diversen anfallenden Arbeiten. Sich hier in die Struktur einzufügen und aktiv am gemeinsamen Ablauf teilzunehmen, war manchmal nicht einfach, aber gleichzeitig gab es immer wieder die Erfahrung, wie viel Spaß es macht gemeinsam zu arbeiten, wie gut die besondere Atmosphäre im Gottesdienst tut und wie es dann doch klappt, sich mit Händen und Füßen mit Jugendlichen aus anderen Ländern zu verständigen
Das Kostbarste waren für uns die kleinen und großen Gespräche ‚am Rande’. Es ist schön, für einander da zu sein, sich zuhören zu können und sich außerhalb des Schulalltags besser kennen zu lernen.
Die gemeinsame Reise war eine tolle Chance, anderen und sich selbst zu begegnen. Alle diese neuen Eindrücken, das erlebte Vertrauen und die gegenseitige Wertschätzung machte diese tolle Fahrt einmalig.




